
Die Milichsche Bibliothek geht auf eine Stiftung des Schweidnitzer Juristen Johann Gottlieb Milich (1678-1726) zugunsten der Stadt Görlitz zurück. Milich hatte ihr seine Sammlung von ca. 7000 Bänden, 200 Handschriften und 500 Münzen nebst einer Anzahl Kuriositäten und Merkwürdigkeiten vermacht und testamentarisch die Bedingung aufgestellt, dass die Sammlungen für jedermann zur öffentlichen Benutzung zur Verfügung zu stehen haben.
In Görlitz wurden die Bestände mit denen der Gymnasialbibliothek vereinigt, die ihrerseits bereits Bücher der alten Klosterbibliothek in sich aufgenommen hatte. Somit waren in dieser ersten öffentlichen städtischen Bibliothek die wichtigsten erhaltenen Görlitzer Buchbestände seit dem 14. Jahrhundert vereinigt.
Zahlreiche Geschenke und Legate ließen sie weiter anwachsen und zu einem Objekt des Stolzes der Görlitzer Bürgerschaft werden. Die im zweiten Weltkrieg erfolgten Verlagerungen und die daraus resultierenden Verluste haben den Bestand zwar empfindlich geschmälert (besonders die Handschriften und Inkunabeln sind davon betroffen), dennoch bietet die Milichsche Sammlung auch heute noch einen ganz hervorragenden Bestand vor allem an theologischen, historischen und juristischen Werken des 16. - 19. Jahrhunderts.
Dieser Bestand wurde 1951 mit der Büchersammlung der Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften vereinigt und ist heute als Bestandteil der Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften zu benutzen.
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Achtung!
Zur Zeit sind Teile des Bestandes wegen der Auslagerung in das Interimsquartier nicht verfügbar. Bitte wenden Sie sich mit Ihren konkreten Fragen an die Bibliotheksmitarbeiter
olb@goerlitz.de