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Ausstellungstitel der Sonderausstellung »Willy Schmidt - Expressionen« Motiv:
Ausstellungstitel der Sonderausstellung »Willy Schmidt - Expressionen« Motiv: "Selbstbildnis", W.Schmidt, Holzschnitt, um 1930

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»Expressionen«

Druckgrafiken von Willy Schmidt

22. März bis 22. September 2024 im Graphischen Kabinett des Barockhauses

Der Görlitzer Künstler Willy Schmidt (1895–1959) schuf seit den frühen 1920er Jahren ein umfangreiches druckgrafisches Werk im Stil des Expressionismus. Entscheidende Anregungen erhielt er durch seine Mitarbeit im Jakob-Böhme-Bund, einer Künstlervereinigung, die von 1920 bis 1924 in Görlitz tätig war. Schmidts Holz- und Linolschnitte zeigen Illustrationen zu literarischen Werken oder auch Szenen aus der modernen Stadt.
Willy Schmidt (1895-1959), Portraitfoto
Willy Schmidt (1895-1959), Portraitfoto

Hinweis:

Weitere Werke von Willy Schmidt werden in der Sonderausstellung »Die Suchenden. Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes« zu finden sein. Diese öffnet am 3. Mai 2024 ihre Pforten und kann bis zum 17. November 2024 im Kaisertrutz besucht werden.

Görlitz war in den 1920er Jahren ein bedeutender Schauplatz der Kunst des Expressionismus. Insbesondere der Maler und Grafiker Willy Schmidt widmete sich hier dieser Stilrichtung. Er schuf ein vielfältiges Werk, das Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Plastiken und textile Kunstwerke umfasst. Die Spannweite seiner Bildthemen, vor allem seiner zahlreichen Druckgrafiken, reicht von der biblischen Überlieferung bis zu Szenen aus dem modernen Großstadtleben. Mal als kraftvoller Holzschnitt, mal als filigraner Linolschnitt suchte er für das jeweilige Sujet den passenden Ausdruck – die passende Expression.

Willy Schmidt (1895-1959), Umarmung, um 1930, Holzschnitt
Willy Schmidt (1895-1959), Umarmung, um 1930, Holzschnitt

Willy Schmidt wurde 1895 in Görlitz als Sohn einer alleinstehenden Arbeiterin geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Lithografen in einer Görlitzer Druckerei. Danach studierte er von 1919 bis 1921 Malerei bei dem bekannten Expressionisten Otto Mueller an der Kunstakademie in Breslau. „Es war wohl die eindrucksvollste Zeit meines Lebens, die ich unter Otto Muellers künstlerischer Leitung erlebte“, blickte Schmidt noch im Alter auf diese Jahre zurück. Beide verbanden ähnliche Lebenserfahrungen: Kindheit, Jugend und Lithografenlehre in Görlitz.

Von Breslau wechselte Schmidt 1921 mit Unterstützung des in Görlitz lebenden Malers und Schriftstellers Joseph Anton Schneiderfranken (Bô Yin Râ) an die Kunstakademie in München. Der von Schneiderfranken 1920 begründete „Jakob-Böhme-Bund“ bot dem jungen Künstler gleichzeitig erste Ausstellungsmöglichkeiten. Sein Studium musste Schmidt jedoch aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse 1923 beenden. Er kehrte nach Görlitz zurück, wo er fortan als freischaffender Künstler tätig war. Bis 1924 gehörte Schmidt dem „Jakob-Böhme-Bund“ an und nach dessen Auflösung dann der „Görlitzer Künstlerschaft“. Willy Schmidt befand sich auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens, als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen und seine Arbeitsmöglichkeiten drastisch einschränkten. Erst nach 1945 konnte er seine Werke wieder öffentlich ausstellen. Bis zu seinem Tod 1959 knüpfte er noch einmal an die Kunst des Expressionismus der 1920er Jahre an.

Willy Schmidt (1895-1959) Paar am Kaffeehaustisch, um 1930, Linolschnitt
Willy Schmidt (1895-1959) Abendmahl, um 1925, Holzschnitt
Willy Schmidt (1895-1959) Christuskopf, vor 1930, Holzschnitt

Besuchsinfo

Ausstellungsort

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Barockhaus

Neißstraße 30
02826 Görlitz

Tickets

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Der Besuch der Sonderausstellung ist im regulären Ticket für das Barockhaus, sowie unseren Kombitickets enthalten.

Dauerausstellung im Barockhaus
  • normal 6 €
  • ermäßigt 4 €
  • Gruppe ab 10 Personen 4 €
  • bis 18 Jahre kostenfrei

Kombiticket für Kaisertrutz, Barockhaus und Reichenbacher Turm
  • 2-Tages-Ticket normal 9 €
  • 2-Tages-Ticket ermäßigt 7 €
  • 2-Tages-Ticket Gruppe ab 10 Personen 7 €
  • bis 18 Jahre kostenfrei

Öffnungszeiten

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